Störung

„Störungen haben Vorrang.“ Diesen klassischen Satz des pädagogischen Modells der Themenzentrierten Interaktion nach Ruth Cohn habe ich in den vergangenen Wochen und Monaten oft gesagt, genutzt und hin und her gewendet. Ja, denn wie sehr Störungen Vorrang haben, das ließ uns die Corona-Krise deutlich spüren. Wenn wir den Störungen diesen Weiterlesen…

Online

Wie wäre diese Krise vor 10 Jahren verlaufen – oder vor 20? Ich finde das eine interessante Frage, selbst wenn ich Antwortperspektiven nur auf die digitalen Möglichkeiten beziehe, die es damals nur eingeschränkt gab. Was seit Mitte März in der auferlegten Verlangsamung und in der daraus entstehenden Geschwindigkeit online geschah, Weiterlesen…

Reparatur

In den vergangenen Wochen ist einiges repariert worden in den ausgangsbeschränkten, zwangsweisen Familien-Coworking-Spaces, wo das ein oder andere unter einem Dach zu Bruch ging. Mangels Konsummöglichkeiten wurde mal wieder selbst Hand angelegt: gemeinsam das Sohnemann-Fahrrad gerichtet (Fahrradladen zu), defekten Staubsauger (zum Leidwesen der reinigungsbeauftragten jüngeren Haushaltsangehörigen) instandgesetzt, Nähmaschinen (dringend fürs Weiterlesen…

Bedürfnisse

Wir waren es gewohnt, dass die Bedürfnisse, die wir spürten, hatten oder auch diejenigen, die uns inszenierte Trends oder künstliche Intelligenzen unterjubelten, zeitnah erfüllt oder gar übererfüllt wurden. Der galoppierende Konsumkapitalismus, der nur Wachstum als Konzept und Parole kennt, war zum Muster unseres Inneren geworden: Das kapitalistische Motto „Bedürfnisproduktion vor Weiterlesen…

Geduld

„Das ist ja eine Geduldsprobe.“ „Das stellt meine Geduld auf eine harte Probe.“ „Nur Geduld!“ „Du musst nur geduldig sein.“ Diese oft gehörten Sätze und Appelle bekommen angesichts der Corona-(Un-)Geduldserfahrungen eine neue Bedeutung. Jedenfalls was die Tragweite und die zeitliche Reichweite dessen angeht, was wir „Geduld“ nennen. Kaum jemals mussten Weiterlesen…

Und nun? Was tun? Vol. 1

„Vom Zeitgenossen zum Vielzeitgenossen“, so schrieb mein timesandmore-Kollege Karlheinz Geißler mir vor einigen Tagen in einer Mail. Jetzt, im Oktober 2020 an einem sonnigen Wochentag, sitze ich im Biergarten hier vor dem oberbayerischen Kloster Reutberg in meiner Heimat – und da erinnere ich mich an diesen Satz und an den Weiterlesen…

Verlangsamung

Der aktuellen Corona-Krise wird seitens der politischen Steuerungsinstanzen mit zeitlichen Mitteln begegnet. Die ergriffenen Maßnahmen dienen dazu, den Verlauf der Infektionen zeitlich auszudehnen, um eine Überforderung des Gesundheitssystems zu verhindern. Nur so lassen sich die gesundheitlichen Folgen für die Infizierten, aber auch für die Wirtschaft und für das gesellschaftliche Leben Weiterlesen…

Zeitzeichen: Zeit zum Lernen? Vol. 2

Dadurch, dass (in der Zeit) beim Lernen neuer Sinn für die Lernenden zugänglich wird, werden immer auch neue, andere Möglichkeiten eröffnet. Zudem steht mit dem Lernen eine bewährte und erprobte Form für den Fall bereit, wenn es mal wieder Möglichkeitsüberschuss und Entscheidungsprobleme geben sollte. Dann setzen wir auf das Anschlusslernen. Weiterlesen…

Warten am Ende

Das Warten ist am Ende. Es kommt kaum noch vor. Alles läuft in (sogenannter) Echtzeit. Das Warten hat ein Ende! Endlich. Alles sofort, unverzüglich. Kaum bestellt, schon klingelt der Paketbote. Demnächst kommt uns die enteignete Zukunft gar entgegen. Bevor wir daran denken, ist die Lieferung versandt und zugestellt. So durchsichtig Weiterlesen…

Zeitzeichen: Zeit zum Lernen? Vol. 1

Die Wahrnehmung von Zeitknappheit und die damit einhergehende „Vordringlichkeit des Befristeten“ (Luhmann)[1] führen heute zu Beschleunigung, Zeitverdichtung, Vergleichzeitigung und Versofortigung. Diese „Zeitzeichen“ – so die grundlegende These – begünstigen das Modell des Lernens. Denn Lernen ist eine Form der (reflexiven) Aneignung von Zeit, indem es „Sinn“ zugänglich macht, der eine Weiterlesen…

Zeitzeichen: Absagen

Kennen Sie das Gefühl, wenn es Ihnen nach zähem inneren Ringen gelungen ist, eine zugesagte Verpflichtung bzw. einen Termin tatsächlich abzusagen? Häufig stellt sich dann eine große Entlastung und Erleichterung ein. Mit ein bisschen Stolz vermischt, das jetzt doch – gegen innere Widerstände – gemacht zu haben. Und jetzt zuhause Weiterlesen…

Neujahrswünsche

Ein gutes neues Jahr 2020! Das wünschen wir Ihnen. Dies ist eine momentan in den ersten Tagen des neuen Jahres gerne genommene Wunschformel. Oftmals versehen mit besonders betonten und unterstrichenen Beifügungen. Gesundheit scheint nach meiner Alltagswahrnehmung ganz vorne mit dabei zu sein, vielfach verbunden mit Zufriedenheit und Erfolg. Angesprochen werden Weiterlesen…

Zeitzeichen: Zwischen den Jahren

Die Redewendung hat überlebt, die Unterschiedlichkeiten in der Festlegung des Jahreswechsels, für die sie ursprünglich stand, gibt es heutzutage nicht mehr. Die Zeitspanne, die mit „zwischen den Jahren“ umfasst wird, reicht von Weihnachten (24. oder 25.12.) bis – je nachdem, wen man fragt – Sylvester/Neujahr bzw. bis zum 6. Januar Weiterlesen…

Zeitzeichen: Weihnachtsstress

Sie finden in diesem Weihnachtsblog ein „Zeitzeichen“ zu einem Thema, das Sie aktuell womöglich bewegt und beschäftigt: den Weihnachtsstress. Wenn Sie kurz Zeit haben in der vorweihnachtlichen Besinnungslosigkeitshektik, dann lesen Sie unten weiter. Falls Sie Interesse an mehr und anderen Zeitzeichen haben, dann gibt es dazu aktuell etwas für die Weiterlesen…

Zeitzeichen

Zeit ist eines derjenigen Wörter, die wir am häufigsten verwenden – meistens kombiniert mit einer einschränkenden Angabe. Die Zeit ist knapp, zu wenig, zu schnell oder nicht in ausreichendem Umfang vorhanden: „Tut mir leid, keine Zeit“! Dabei ist ja genügend von dem da, was wir Zeit nennen, zumal ja offenbar Weiterlesen…

Die Uhr kann gehen

Immer weniger nehmen wir ihn wahr: den Blick unserer Zeitgenoss*innen zur Uhr am Handgelenk. Ebenso wie der eigene, Orientierung suchende oder erschrockene Blick zur Uhr, bleibt dieser auch bei vielen Mitmenschen immer öfters aus. War er früher obligatorisch für Berufshektiker, Zeitgeplagte und die ganz Wichtigen – oder wurde eher verlegenheitshalber Weiterlesen…

Go slow

Ist Ihnen aufgefallen, wie häufig derzeit in der Werbung mit zeitbezogenen Begrifflichkeiten operiert wird? O.k., vieles davon ist bekannt und bereits etwas verbraucht: Hier werden „kostbare Momente“ verheißen, dort „wertvolle Zeiten“, natürlich öfters mal die vielfach gewünschten „Wellness Auszeiten“ und bei Manufactum heißt es gerade auf dem neuen Katalog: „Lang Weiterlesen…

Wischi-Waschi

Erschreckende Erkenntnis am Frühstückstisch. Schätzfrage bei Bayern 1: Wie viele Meter wischen wir durchschnittlich täglich über das Display unseres Smartphones? Erste Reaktion: Ich sowieso nicht so oft, na ja, vielleicht (viele andere) durchschnittlich ein, zwei, eher doch mehr Meter … Weiß auch nicht. Entsetzen dann: Tatsächlich sind es 173 Meter. Weiterlesen…

Jugendzeit

Denken Sie zurück an Ihre Jugendzeit. Mit einiger Wahrscheinlichkeit erscheint eine mehr oder weniger wilde Gemengelage aus stark gefühlsmäßig besetzten Bildern. Oft sind diese von Widersprüchen geprägt. Einerseits sich entfaltend im Schutze der noch präsenten Kindheit und des Elternhauses, andererseits sich davon stark abgrenzend. Solche Einerseits-andererseits-Gefühle deuten darauf hin, dass Weiterlesen…

Sommerloch

Nach dem letzten Beitrag über „Zeit zwischen System und Umwelt“ hatte ich mir das Stichwort „Sommerloch“ notiert, weil ich es anfangs des Textes verwendet hatte. Dann bemerkte angesichts des Anflugs eines sommerlichen Zeitwohlstands, dass dieser Begriff eine kurze Reflexion mit Blick auf das Zeitthema lohnen könnte. Obwohl: Gibt es das Weiterlesen…

Zeit zwischen System und Umwelt

Irgendwie muss ich mich im „Sommerloch“ gewähnt haben (und bemerke gerade, dass das „Sommerloch“ doch auch mal ein Thema für einen Blogbeitrag zum Thema Zeit sein könnte). Jedenfalls fand ich mich vor einigen Sommertagen vor meinem Bücherregal mit Blick auf die Systemtheorieabteilung. Viel Zerfleddertes und Zerlesenes, bekannte und unbekannt gewordene Weiterlesen…

Zeit für Klima – Vol. 1

Während wir zur Sommerzeit so vor uns hin schwitzen, schleichen sich gelegentlich Gedanken in unser erhitztes Hirn, die Zusammenhänge mit der Erderwärmung und dem Klimawandel herstellen. Um dann gleich wieder verworfen zu werden – mit Hilfe von Alltagstheorien, unter anderem derjenigen, dass es Hitzewellen schon immer gegeben habe in der Weiterlesen…

Möglichkeitssinn

Zugegeben, ich zitiere das gerne – und auch zum wiederholten Male.[1] Es gefällt mir und es passt auch auf und für mich. Und es bzw. er ist charmant für das Zeitthema. Es geht um das, was Robert Musil (1978) in seinem Roman „Der Mann ohne Eigenschaften“ als „Möglichkeitssinn“ vom „Wirklichkeitssinn“ Weiterlesen…

Zeitnot

Was ist Zeitnot? Viele Zeitgenoss*innen benutzen den Begriff, wenn die Zeit zu knapp für irgendwas ist – und dieser Zustand länger andauert. Eine dauerhafte zeitliche Überlastung quasi. In welchen Nöten befinden wir uns aber wirklich? Möglicherweise sind es Nöte, die von ganz woanders herkommen und sich in der Zeitdimension abbilden. Weiterlesen…

Zeitlos

Zeitlos sein. Das ist für viele Menschen eine wiederkehrende Sehnsucht. Was das bedeutet, bleibt meist diffus, irgendeine Mischung wohl aus der Befreiung von (vermeintlichen) zeitlichen Zwängen, der unendlichen Verfügbarkeit dessen, was wir Zeit nennen und der Freiheit, das Leben im Nacheinander so zu ordnen, wie es gerade passend erscheint. Zeitliche Weiterlesen…

Espresso

Ich mag Espresso. Er begleitet mich durch viele Zeiten. Der Tag beginnt nie ohne einen. Der zweite folgt beim Frühstück. Dann als Einstieg in den Bürotag ein weiterer. Pausen begleitet er rituell – und zwischenzeitlich darf einer auch schon mal bestimmte Arbeitstätigkeiten verschönen. Das geht schon lange Zeit so – Weiterlesen…

Wonne

Es ist mir eine Wonne! Das würde ich oft gerne denken und sagen – oder vielmehr: spüren. Ein Wonnegefühl, wie es dem Mai angedichtet wird bezogen auf die eigene Zeitorganisation spüren. Ja, das wär‘s! Leichtigkeit, Glücksgefühle und höchste Freude in und mit der eigenen Zeit. Ein Traum, eine Wonne, diese Weiterlesen…

Das Ende der Zeitumstellung?

In der Nacht von Samstag auf Sonntag (genau genommen am Sonntag um 02.00 Uhr) war es wieder soweit. Womöglich zum (vor-) letzten Male: Die Uhr wurde um-, sprich um eine Stunde vorgestellt, von Winter- auf Sommerzeit. Momentan wird der feine, häufig reklamierte Unterschied zwischen Zeit und Uhr meistens eingeebnet: es Weiterlesen…

Bewegung

Wir leben in bewegten Zeiten. So ist oft zu lesen und zu hören. Wenn das denn so ist, dann hilft nur: selbst in Bewegung zu bleiben. Das macht systemisch Sinn, wenn davon ausgegangen wird, dass Systeme dann gut aufgestellt sind für sich verändernde Umweltanforderungen, wenn sie das bei sich selbst Weiterlesen…

Fastenzeit – auch eine Möglichkeit

Am Aschermittwoch war wieder mal alles vorbei. Das Lied, in dem dies besungen wird, beklagt das nahende Ende der ausschweifenden Karnevalszeit. Der Karneval war eine Überspitzung des Möglichkeitsüberschusses, für den es heute ja eigentlich überhaupt keinen Karneval mehr braucht, weil es zur Alltagserfahrung geworden ist, das Erleben durch Erwartungen zu Weiterlesen…

Karnevalszeit

Für viele ist es die fünfte Jahreszeit. Andere ZeitgenossInnen verstehen das nur begrenzt. Sie sind innerlich wohl nicht so aufgestellt, dass sie die göttlichen zehn Gebote im Karnevals-, Fassenachts- oder Faschingsmodus übertreten wollen oder können. Diejenigen, denen das liegt, beginnen damit nach der zehn. Nämlich bei der Zahl der Narren, Weiterlesen…

Winterzeit

Im derzeitigen Winter, der sich justament mit einem abermaligen deutlichen Lebenszeichen im hiesigen Oberbayern in Erinnerung bringt, werden andere als die üblichen zeitlichen Erfahrungen möglich. Gut, im Winter mal etwas Pufferzeit und ein kleines Zeitpolster einplanen, in Kauf nehmen, dass nicht alles zeitlich so am Schnürchen geht wie sonst, das Weiterlesen…

Aufhören

Gerade erst hat das neue Jahr angefangen – und jetzt schon wieder Aufhören? Dabei ist der Anfang eine gute Gelegenheit, um über das Aufhören nachzudenken – und es zu vollziehen. Das ist ja bei vielen Zeitgenoss*innen beim Jahreswechsel an Sylvester geschehen, denn wenn dem Anfang ein Zauber innewohnen will, dann Weiterlesen…

Silvester

Heute ist Silvester. Das ist nach dem gregorianischen Kalender der letzte Tag des Jahres. Nach der ganzen besinnlichen oder je nachdem auch leicht depressiven Völler- und Rumhängerei in der  Weihnachtszeit und der Zeit „zwischen den Jahren“ lassen es viele Zeitgenoss*innen heute mal so richtig krachen. Böllerei statt Völlerei. Zum Abschied Weiterlesen…

Heiliger Abend

Heute ist der Heilige Abend. Ein besonderer Tag für die allermeisten, oft auch unabhängig von religiöser Orientierung. Der Heilige Abend ist für viele Menschen ein besonderer Tag, obwohl er kein Feiertag ist. Er ist formal ein Arbeitstag, der allerdings so ab Mittag einen ganz eigentümlichen und einzigartigen Charakter annimmt: vormittags Weiterlesen…

Das Rätsel der Zeit

Meister Hora stellt dem kleinen Mädchen Momo in Michael Endes gleichnamigem Roman von 1973 das folgende Rätsel, dem das gesamte Buch gewidmet ist – das Rätsel der Zeit:[1] „Drei Brüder wohnen in einem Haus sie sehen wahrhaftig verschieden aus, doch willst du sie unterscheiden, gleicht jeder den anderen beiden. Der Weiterlesen…

Zeitpolster

Angesichts des Bahnwarnstreiks wurden Reisende und Pendler am vergangenen Montag im Radio aufgefordert, ein ausreichendes „Zeitpolster“ für die geplanten Fahrten und Reisen vorzusehen. Gemeint war damit wohl, zusätzliche Zeit zu der ursprünglich geplanten einzukalkulieren. Damit die derart ausgestatteten Zeitgenoss*innen es dann bequem haben. Auf ihrem Polster. Das ist ja die Weiterlesen…

Ankunft

Es ist Adventszeit. Obschon es seit Wochen an vielen Orten der notorischen Früher-Dran-Seier-Gesellschaft vorweihnachtlich vor sich hin bimmelt und jingelt und nun bereits Weihnachtsbäume erstrahlen, beginnt die Adventszeit in den lateinischen Kirchen am ersten Adventsonntag. Im religiösen Sinne geht es um die Erwartung der Ankunft des Herrn. Adventus ist im Weiterlesen…

Vergleichzeitigung

Noch während die S-Bahn-Tür an diesem nebligen Novembertag vor mir öffnet und die angestrengt auf ihr Mobilteil starrenden morgendlichen Aussteiger an mir vorbeiströmen, wische ich über das Display meines Smartphones. Mache ich immer so, ist ein Ritual quasi und gerade auch eine günstige Gelegenheit. Geht ja so nebenher. Beim Ein- Weiterlesen…

Langeweile

„Mir ist langweilig!“ So der gefürchtete Satz bei Eltern und anderen mit Aufsichts-, Erziehungs- und Unterhaltungsverpflichtungen und –ambitionen für unterbeschäftigte Kinder befassten Menschen. Einst war das so. Die Langeweile ist eine Zeitform, die ausstirbt. Bevor sie, die gefürchtete, artikuliert wird und sofortigen Handlungsdruck erzeugt, werden DVD-Player an Kopfstützen der Mittelklasse-Kombis Weiterlesen…

Rituale

Zeitliche Ordnungen mit verlässlicher (Handlungs- oder Kommunikations-) Struktur schätzen wir als Rituale. Ausgelöst werden sie meist durch wiederkehrende Ereignisse. Wenn am Freitagnachmittag in der Werkstatt der Hammer fällt, dann gibt es das Dienstabschlussbier. Immer. Darauf ist Verlass. Das gibt Orientierung und Sicherheit. Es entlastet zudem, weil Rituale etwas Verlässliches sind Weiterlesen…

Zeit für eine Melodie?

Wie wir die Zeit jeweils ganz unterschiedlich wahrnehmen und vor allem, wie wir sie emotional empfinden, das liegt daran, welche Qualität ihr beigemischt wird. Besonders interessant ist die Zeiterfahrung dann, wenn ihr die Musik eine Qualität verleiht. Und wenn es gelingt, dass der Hörer der Melodie der Musik folgt, in Weiterlesen…

Hier-und-Jetzt

Es scheinen Zeiten zu sein, in denen wir uns ständig in unseren Möglichkeitsüberschüssen verlieren. Mit einem Wisch über irgendein Display ist alles weg – und ganz viel anderes, neues erscheint auf unserem Schirm. Der eine genießt die Grenzenlosigkeit der sich derart immerzu aufdrängenden zukünftigen Möglichkeiten, die andere träumt von den Weiterlesen…

Dienstplan

Der Dienstplan hat mich über lange Zeiten meines Lebens begleitet. Im Nachhinein gesehen waren es die klassischen Institutionen der Zeit-Mächte, die mich mit Dienstplänen versorgten und konfrontierten. Als Kirchenmusiker war in solchen für mich geregelt, wer in welchen der damals noch häufigen Gottesdienste den Dienst an der Orgel zu verrichten Weiterlesen…

Eile

„Sorry, ich bin in Eile.“ Und schon war er weg. In Eile sein ist „in“ – auch als Ausrede, die fast jede/r wohl auch deshalb akzeptiert, weil sie oder er das mit der Eile von sich selbst kennt. Einschließlich der damit verbundenen Nöte. „In Eile sein“ ist zudem das Markenzeichen Weiterlesen…

Rasten

Es ist Sommerzeit. Wenn ich mich zurückerinnere, dann war das vor allem die Zeit, um in den Urlaub zu fahren – und dabei: Rast zu machen. Das war ein Kindheitserlebnis. Ich freute mich auf die Reise – und insbesondere auf die (erste) Rast. Die fand an der Autobahn-Rast-Stätte statt – Weiterlesen…

Langsamkeit

Es ist die Langsamkeit, die den Blick für die Nähe und das Nahe fürs Detail und fürs Besondere ermöglicht. „Die Entdeckung der Langsamkeit“, so heißt der Roman-Klassiker von Sten Nadolny. Auch als Urlaubslektüre geeignet (gerade ist Urlaubs- und Sommerzeit) – und ein schöner Führungsroman rund um den Seefahrer John Franklin.[1] Weiterlesen…

Chillen

Ich weiß nicht, wie das geht. Ich höre es aber ziemlich oft. Das „Chillen“. Meine Neffen und Nichten berichten mir von etwas, das damals – „zu meiner Zeit“ – manchmal noch „Faulenzen“ genannt wurde. Ich denke jedenfalls, dass es sich um so etwas handeln muss, wenn ich Jugendliche bei dem Weiterlesen…

Pause

In der Schule markierte in den 1980-er Jahren ein mechanisch erzeugtes Klingelzeichen Anfang und Ende der oft herbeigesehnten Pause. Unser Abiturstreich sah vor, alle Klingeln im Schutze eines lautstarken Umzugs, der als Ablenkungsmanöver groß inszeniert wurde, zu demontieren. (mehr …)

Dauer

Wenn etwas eine Dauer bekommt, dann hat es für uns eine Bedeutung. „Dauer“ wird zwischen Anfang und Ende konstruiert. Sobald wir diese Unterscheidung anlegen, entsteht Dauer als Beobachtung und Bezeichnung einer zeitlichen Ausdehnung. Diese kann sich auf ganz unterschiedliche Zeitspannen beziehen. „Für die Dauer der Theatervorstellung blieb sein Smartphone ausgeschaltet.“ Weiterlesen…

Zwischenzeit

Die freie Online-Enzyklopädie Wikipedia erscheint prädestiniert dafür, in allen möglichen Zwischenzeiten aufgerufen zu werden für allerlei Wissenswertes, das es bislang nicht zuverlässig in den Wissenbestand des Nutzers geschafft hat. Insofern beginnen heute viele (Zwischen-) Zeiten mit Wikipedia. Oder anders online. So auch hier: Laut Wikipedia bezeichnet Zwischenzeit „die Zeitdifferenz zwischen Weiterlesen…

Sofortness

Dieser Blogbeitrag wehrte sich aus mir unerfindlichen Gründen monatelang gegen eine sofortige Arbeitsaufnahme und Fertigstellung. Erst heute, als ein Handwerker mir sein Leid klagte, dass die Kunden die Arbeit innerhalb kürzester Frist und auch angesichts derzeit dreimonatiger Vorlaufzeit möglichst sofort erledigt haben wollten, tauchten Begriff und Thema wieder bei mir Weiterlesen…

Zeitmangel

„Keine Zeit!“ Das ist zu einem universellen Erklärungsprinzip geworden. Es bedarf keiner weiteren Erklärung mehr. Die Floskel beendet jede Unterhaltung und alle Diskussionen und hinterlässt ein mitfühlendes und oft auch solidarisches Bedauern für die derart Geplagten. Der proklamierte Mangel an Zeit verbindet diejenigen, die sich (leider!) rarmachen müssen – oder Weiterlesen…

Zeitwohlstand

Zeitwohlstand – den wünschen sich heute viele. Er wäre wohl das Gegenteil von dem, was viele als  Zeitmangel erleben. Wohlstand ist die andere Seite von Mangel. Die Unterscheidung Wohlstand/Mangel ist eine wirtschaftliche. Im sogenannten Zeitwohlstand wird sie auf ein nicht zu bewirtschaftendes Gut, auf die Zeit, angewendet. Da schwingt wohl Weiterlesen…

Hektik

„Jetzt mach‘ mal keine Hektik.“ So hören wir die Appelle von anderen und manchmal auch von uns selbst, wenn wir drohen in selbige zu verfallen. Dann würden wir aus den üblichen Formen, unsere Zeit wahrzunehmen, herausfallen, in einen Zustand übersteigerter Betriebsamkeit, einen unguten Erregungszustand, der von Hast, Hetze und innerer Weiterlesen…

Gelassenheit

„Gelassenheit ist eine schwer erklärbare Form von aktiver Passivität, ist Oszillieren statt Agieren“ (Roswitha Königswieser) Das, was wir mit der Zeit machen und das, was wir denken, dass sie mit uns macht bzw. was andere mittels Zeit mit uns machen, hat vor allem mit der eigenen Haltung zu tun. Der Weiterlesen…

Anfang

„Den Anfang bedacht, hat viel Gutes gebracht.“ So heißt es sprichwörtlich. Andererseits heißt es von Ovid, dass aller Anfang schwer sei. Auch das ist sprichwörtlich geworden. Und dann hören wir wieder: „Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne.“ Ja, was nun? Guter Anfang soll zudem halbe Arbeit sein und wir werden Weiterlesen…

Wer hat an der Uhr gedreht?

Nachdem 1893 in Deutschland die mitteleuropäische Normalzeit die vorher vorherrschende „Zeitenvielfalt“ abgelöst hatte, wurde staatlicherseits dreimal an der Uhr gedreht: Das erste Mal während des Ersten Weltkrieges (1916 – 1919), das zweite Mal während des Zweiten Weltkrieges, das dritte Mal als etwas verspätete Reaktion auf die Ölkrise – und unter Weiterlesen…

Davor. Ein Moment.

„Manchmal hat der Moment, bevor etwas geschieht, mehr Zauber als das Geschehen selbst. Vorfreude zum Beispiel, immer beschrieben als schönste Freude.“ So eröffnet das SZ-Magazin im Editorial, dem Vor-Wort, am 09. März 2018. Und setzt fort mit der Aufzählung solcher Momente: „Vor-Lust, Vor-Spaß, Vor-Energie, Vor-Erfolg, Vorspiel, Vorglühen, Vorspeisen.“ Und widmet Weiterlesen…

Die Schließung der Zukunft

Wir treffen Entscheidungen. Diese beziehen sich auf die Zukunft. Entscheidungen brauchen ihre Zeit – und wir tun mit ihnen so, als sei die Zukunft absehbar. Wir nehmen in den Entscheidungen die Zukunft vorweg. Dadurch erscheint diese kalkuliert und kalkulierbar. Das ist entlastend und macht Hoffnung. Entscheidungen, besonders solche, die beispielsweise Weiterlesen…

Qualitätszeit

Seit den 1970-er Jahren kursiert die „quality time“ in Abgrenzung zur „quantity time“. Letzteres bezeichnet diejenigen Zeiten, die lange, aber ohne besondere Ansprüche sind. Quality times sollen hingegen Zeiten sein, die – unabhängig von der Länge – besonders gehalt- oder wertvoll sind. Klassischerweise ist quality time menschlichen Beziehungen und Aktivitäten Weiterlesen…

Takte und Rhythmen

Die Zeit kann unterschiedliche Formen annehmen: Mal warten wir, mal beschleunigen wir, mal verharren wir im Augenblick, genießen die Auszeit oder die kurze Unterbrechung. Oder hadern mit deren heutiger Vielzahl, die uns die Zeiten so zerklüftet und sie uns oft schwer macht. Dann fühlen wir uns gelegentlich aus dem Rhythmus Weiterlesen…

Auszeit

„Ich brauch‘ dringend mal eine Auszeit!“ So lautet ein häufig gehörter – und gesagter (?) – Satz heutzutage. Aber was ist das bitte, eine Auszeit? Die offenbar oft gewünscht, ersehnt und tatsächlich wohl auch immer öfter genommen wird. Manche dieser Auszeiten enden in Klöstern, bei Exerzitien, in Wellness-Oasen oder in Weiterlesen…

Zwischen den Jahren

Die Redewendung hat überlebt, die Unterschiedlichkeiten in der Festlegung des Jahreswechsels, für die sie ursprünglich stand, gibt es heutzutage nicht mehr. Die Zeitspanne, die mit „zwischen den Jahren“ umfasst wird, reicht von Weihnachten (24. oder 25.12.) bis – je nachdem, wen man fragt – Sylvester/Neujahr bzw. bis zum 6. Januar Weiterlesen…

Weihnachtszeit

Viele Zeiten begleiten uns übers Jahr. Es sind ganz persönliche, wie beispielsweise Arbeitszeiten, Frei- und Urlaubs- oder Reisezeiten. Oder es sind solche, die gesellschaftlich, kulturell oder von einer Religion her gewidmet sind, wie die Ferienzeit, die Karnevalszeit, die Fastenzeit oder der Ramadan. Eine besonders herausragende Rolle spielt hierzulande die Weihnachtszeit. Weiterlesen…

Warten

Nichts tun? Wir tun es beim Discounter an der Kasse, auf dem Weg in den Urlaub am Flughafen, am Bahnhof oder meist länger auf der Autobahn, wir tun es beim Metzger um die Ecke und werden dabei ungewollt unterhalten, bei der Abholung des Personalausweises werden wir über Wartemarken dabei reguliert, Weiterlesen…

Zeitfresser

Glaubt man den einschlägigen Äußerungen aus der Zeitmanagement-Szene, dann lauern sie überall und klauen uns die kostbare Zeit. Deshalb werden sie auch gelegentlich als Zeitdiebe verfolgt. Das sind quasi Verbrecher, die es auf unser wertvolles Gut abgesehen haben. Sie operieren als Trickdiebe, nutzen Zeitformen, die uns auch nützlich sein könnten, Weiterlesen…

Zeitfenster

„Haben Sie nächste Woche ein kleines Zeitfenster für mich?“ Das hörte und las ich von Zeit zu Zeit öfters. Und war verwirrt. Was war gemeint? Ein Fenster mit Blick auf die Zeit? Oder eines, das aus Zeit besteht? Angesichts der unübersehbaren begrifflichen Karriere des „Zeitfensters“ ist mir mittlerweile bewusst, dass Weiterlesen…

Lösungen suchen Zeitprobleme

Wofür dies eine Lösung sein könnte … Manche stöhnen tagtäglich unter dem (vermeintlichen) Zeitdruck. Wobei ja genug Zeit da ist und auch tagtäglich neue nachkommt. Meist handelt es sich um andere Themen, die sich als Zeitprobleme oder zeitliche Herausforderungen zeigen. Aber egal, der Druck ist da. Und er beschäftigt Menschen Weiterlesen…

Moment mal. Ein Update.

„Momentchen mal …“ – das habe ich als Jugendlicher oft gehört. Am Telefon, wenn jemand oder etwas gesucht oder verbunden werden wollte. Oder von der freundlichen Verkäuferin, die gerade noch in einem anderen Kundengespräch war. Der sowieso schon kurze Moment erhielt damit eine Verniedlichung, die ihn wohl akzeptabler machen sollte. Weiterlesen…

Unterwegs auf Reisen

Endlich unterwegs. Lange ersehnt. Und jetzt wirklich: Zeit haben. Vermeintlich erst mal ohne Ende. Na ja, bei genauerem Bedenken und eine Nummer kleiner formuliert, zumindest ohne die üblichen Beschränkungen. Das ist ungewohnt. Und es braucht seine Zeit, um es zu realisieren – und vielleicht auch, um ein bisschen zu verstehen, Weiterlesen…

Auf Reisen

Urlaubszeit ist Zeit zum Reisen. Das gilt für viele, die es in die Ferne zieht. Andere bleiben daheim und treten dort ihre kleinen (Heim-) Reisen an. Sie bereisen bekannte Orte, die sie im Urlaubsmodus ganz anders kennenlernen. Für beide – die Fernreisenden und die Nahreisenden – ist es eine Zeit-Reise. Weiterlesen…

Urlaubszeit

Da ist sie – endlich! – wieder. Herbeigesehnt und bereits lange ge- und verplant: die sommerliche Urlaubszeit. Gemeinsam mit der Familie beim Campen, zu zweit beim Wandern, mit besten Freunden auf der Trecking-Tour oder mit den Fahrradfreunden über die Alpen, Kunst und Kultur bei einer Städtetour genießen, über die Meere Weiterlesen…

Führen unter Zeitdruck

Führungskräfte fühlen sich häufig im Sandwich unterschiedlicher zeitlicher Anforderungen. Zudem beklagen sie es oft, fremdgesteuert zu sein und keine Zeit für sich selber zu haben. Und gewähren zugleich allen Zugriff auf ihre Kalender. Und erfüllen und übererfüllen oft die Erwartungen. Dies geht zu Lasten ihrer Eigen- und häufig auch ihrer Weiterlesen…

Zeit heute

Noch während sich die S-Bahn-Tür vor mir öffnet und die angestrengt auf ihr Mobilteil starrenden morgendlichen Aussteiger an mir vorbeiströmen, wische ich über das Display meines Smartphones. Mache ich immer so, ist ein Ritual quasi und gerade auch eine günstige Gelegenheit. Beim Ein- und Aussteigen, meine ich. Ich checke die Weiterlesen…

Vom Zeitmanagement zur Zeitumstellung

Es liegt heute im Trend, nahezu allem was Rätsel aufgibt, durch Koppelung mit dem Management-Begriff die Aura der Machbarkeit einzuhauchen. Einerseits kann dies als Indiz für die völlige Durchdringung des Lebens und Arbeitens mit Einredungen und Wirklichkeiten der Ökonomie gedeutet werden. Andererseits verheißt die Zugabe einer Brise „Management“ die Steuerbarkeit Weiterlesen…

Jetzt: Zeitumstellung

Jetzt erschienen: die „Zeitumstellung“ von Frank Michael Orthey Jährlich wird hierzulande zweimal die Zeit umgestellt. Genau genommen stimmt das natürlich nicht, denn es ist die Uhr, die eine Stunde vor bzw. zurückgestellt wird. Das ist eine gerne genommene Verwechslung heutzutage, diejenige zwischen Zeit und Uhr. Einzelheiten zur Uhrzeitumstellung regelt das Weiterlesen…

Kommt bald: Zeitumstellung

Raus aus dem Hamsterrad! Gehen Sie selbstbestimmt mit Ihrer Zeit um? Oder fühlen Sie sich auch häufig gehetzt und überfordert? Dieses Buch bietet Wissenswertes, Anregendes und Nützliches, um die eigenen zeitlichen Bedürfnisse mit den unterschiedlichen zeitlichen Anforderungen in Einklang zu bringen. Mit vielen Impulsen, Hinweisen und Übungen – für mehr Weiterlesen…

Stau

… macht schlau. Das gilt vielleicht für diejenigen, die die (ein-) geschenkte Zeit im Stau für Fortbildungsaktivitäten nutzen. Oder für die Kinder auf der Rücksitzbank, die dank der pädagogischen Ambition der Eltern nicht auf Videobildschirme in den Kopfstützen der Vordersitze glotzen, sondern sich einem der „133 Spiele und Knobeleien für Weiterlesen…

Entschleunigung

Die Empörung über die psychischen Kosten der Beschleunigung produzierte reflexartige Gegenbewegungen in Richtung Verlangsamung. Eine umfassende Ratgeberliteratur folgte den Diskursen – und der Blick richtete sich auf den Modus der Entschleunigung. Der „Verein zur Verzögerung der Zeit“ (http://www.zeitverein.com/), der 1990 gegründet wurde, steht für diesen Trend. „Slow down“ alles Mögliche Weiterlesen…

Beschleunigung

Alles immer schneller. Das ist das Motto der Moderne, seit das technisch Machbare das Denken und Tun und das Geld die Zeit bestimmte. Wenn Zeit Geld ist, dann muss alles immer schneller werden. Der Erfindung der Dampfkraft folgte der „Zug der Zeit“, die Eisenbahn, als technischer Beschleunigungsmotor. Sie brachte es Weiterlesen…

Augenblick mal, bitte!

Nehmen Sie sich bitte mal einen Augenblick Zeit für den folgenden Gedankengang. Oder ist Ihnen das zu viel? Haben Sie überhaupt einen Blick für das, was der „Augenblick“ ist, die kleinste gefühlte und messbare Gegenwart, die wir kennen? Der Augenblick bezeichnet umgangssprachliche eine Zeitspanne, die unterschiedlich wahrgenommen wird. Damit ist Weiterlesen…

Eine Weile

„Gut Ding will Weile haben.“ So die sprichwörtliche Weisheit für eine Zeitform, die es in unterschiedlichsten Varianten und mit verschiedenen Zusätzen gibt. Es gibt sie in der knackigen Variante der „Kurzweil“ und in der mit nicht enden wollender Dauer versehenen Zeiterfahrung der „Langeweile“. Dazwischen Augenblicke, die zum Verweilen aufgerufen werden Weiterlesen…

Fastenzeit

Alljährlich geht sie im Rhythmus des Kirchenjahres dahin, die wogende, tobende, brausende Karnevals- oder je nach Region Faschings- oder Fassenachts-Zeit. Sie hat viele Menschen andere eher belastende Zeitqualitäten vergessen lassen. Sie sind untergegangen im Trubel des ausufernden Hier-und-Jetzt, das es einmal im Jahr zulässt, eine kleine Dosis von „eigentlich bin Weiterlesen…

Von der Muße

Einst hatten die Philosophen Muße. Sie lagen – wie Diogenes – vor ihrer Tonne oder räkelten sich an anderen schönen Orten und schwelgten in schöpferischer Muße. Das war in der Antike der Gegenbegriff zur Geschäftigkeit. Gemeint war damit Ruhe, Verzögerung, Langsamkeit und Zurückgezogenheit. Der damit beschriebene Zustand sollte kreative und Weiterlesen…

Wiederholung

Die Wiederholung hat in unseren heutigen Zeiten einen etwas zweifelhaften und fragwürdigen Ruf. Wer sich ständig wiederholt, der braucht Zeit – und die ist rar, so scheint es jedenfalls vielen ZeitgenossInnen. Menschen, die sich wiederholen, geraten schnell in den Verdacht, dass sie ein Problem mit dem Vergessen haben. Günstigstenfalls lösen Weiterlesen…

Kurze Unterbrechung!

Nein, es ist nicht die Pause gemeint! Das war ja zu jenen „alten“ Zeiten, damals also, eine geplante kleine Auszeit. Ein Ausstieg aus dem Fluss des Arbeitens. Mit festgelegten Anfangs- und Endzeiten. Da wurde der Hammer fallen gelassen und die Butterbrotdose geöffnet. Um dann – nach der Lektüre der Lokal- Weiterlesen…

Zur Zeitumstellung

Die Zeit ist nicht die Uhr. Klar. Dennoch wird diese Verwechslung gerne genommen, zum Beispiel bei der umstrittenen jährlichen „Zeitumstellung“. Genau genommen stimmt das natürlich nicht, denn es ist die Uhr, die eine Stunde vor bzw. zurückgestellt wird. Eine gerne genommene Verwechslung heutzutage, diejenige zwischen Zeit und Uhr. Einzelheiten zur Weiterlesen…

Immer mehr zu tun …

Immer mehr zu tun … Ist es denn die Möglichkeit? Je mehr wir haben, desto mehr haben wir zu tun. Das ist doch klar, oder? PartnerIn, Kinder, Familie, Freunde, Haus und Hof, Autos, Hobbies, diverse Freizeitgeräte, PC, Laptop, Tablett, Smartphone, Klamotten, Schmuckstücke, Vorhaben – lokal und global. Und virtuell: Facebook-Likes Weiterlesen…