Zu viel: Immer mehr! Gut ist.

Zu viele Termine, Besprechungen, To-Dos, Projekte, Tools, Verpflichtungen, Verlockungen und Ablenkungen. So oder ähnlich klagen Coachees in der Zeitberatung. Und so klagt auch gelegentlich der Zeitberater und forsche Zeitforscher daselbst. Gefühlt alle klagen in diesem Sinne. Was aber steckt dahinter? Was im Titel verkürzt „Zu viel: Immer mehr!“ heißt, ist Weiterlesen…

Stimmung machen

Das Thema „Stimmung“ scheint derzeit viele Menschen zu beschäftigen. Manche beziehen es auf die Gesellschaft, andere auf die Politik als solche und im Speziellen, die Stimmung an den Börsen beschäftigt viele Menschen nicht nur täglich kurz vor acht, manche schauen dramatisierend oder katastrophisierend auf den Einfluss von social media-Kanälen, gewisse Weiterlesen…

Zeit zum Nachdenken

Sommerzeiten sind auch Zeiten zum Nachdenken. Günstigstenfalls finde ich. Hier einige Aspekte, Fragmente eher, die mir in diesen Sommerzeiten zu denken geben. Nebst ihren zeitlichen Auswirkungen. Und nebst dem, was das bedeuten könnte im Sinne der eigenen zeitlichen Stimmigkeit und Resilienz bei alledem, was uns das Leben und die Welt Weiterlesen…

„Wirklichkeiten“

„Wie wirklich ist die Wirklichkeit?“ So hatte Paul Watzlawik Mitte der 1970er-Jahren gefragt. Und wirklich einen Bestseller gelandet. Dabei mit der Illusion einer einzigen „Wirklichkeit“ aufgeräumt. Hatte die „sogenannte Wirklichkeit“ zum Ergebnis von Kommunikation erklärt. Seit dem Streifzug von Paul Watzlawik zwischen „Wahn, Täuschung und Verstehen“ – so der Untertitel Weiterlesen…

Gewaltige Zeiten

Gewaltige Zeiten sind das heutzutage. Dieser Satz ist unterschiedlich versteh- und interpretierbar. Beispielsweise im Sinne von Zeiten, die vom Thema Gewalt her justiert sind, vom gewaltvollen Krieg, von schrecklichen Naturkatastrophen oder der sprachlichen Gewalt im Alltag des Netzes und des Lebens und Arbeitens. Gewaltig, gedacht und verstanden also eher im Weiterlesen…

Endlich aufhören

Kann das jetzt nicht bitte endlich aufhören? „Das“ steht momentan für vieles, dessen Ende herbeigesehnt und -gewünscht wird. Ja, das wäre es dann: Nach einem – schönen, überraschenden oder je nachdem auch brutalen – Ende (endlich!) wieder etwas Anderes, etwas Neues anfangen zu können. Allein die Vorstellung birgt Energie. Kraftvoll Weiterlesen…

Erwartungen (3)

In diesen Tagen des beginnenden neuen Jahres haben Erwartungen hohe Konjunktur. Sie richten sich hoffnungsvoll auf das Andere, das Bessere, das uns 2022 im Vergleich zum medial abgestraften vergangenen 2021 bitte bringen möge. Bild titelte „2021 war ein Sch…jahr.“ Obschon das zurückliegende Jahr offenbar auch einiges Gute gebracht hat, wird Weiterlesen…

Erwartungen (2)

Voraussetzung für stimmige (zeitliche) Erfahrungen sind neben guten Erinnerungen vor allem gute und brauchbare, positive Erwartungen. Wenn diese einen klaren (zeitlichen) Rahmen haben, dann werden sie auch wahrscheinlich realistisch ausfallen und uns vor enttäuschungsbereiten Erwartungen bewahren. So parliert es sich leicht daher aus Zeitforscherperspektive in einer Zeit, die von Erwartungen Weiterlesen…

Vergänglichkeit

Wie ein „Brennglas“ wirke sie – so lautete ein sprachlicher Dauerbrenner anfangs der Pandemie. Damit war verlegenheitshalber ein Begriff gefunden, um die Unfassbarkeit und Ambivalenz des emotionalen Geschehens zwischen Beschleunigung und Verlangsamung, zwischen Aggression und Depression, zwischen Risiko und Chance, zwischen Solidarität und Aufbegehren oder auch zwischen Gleichheit (der Bedrohung) Weiterlesen…

Ruhetag

Heute Ruhetag! In längst verblichenen damaligen Zeiten, als Restaurants grundsätzlich noch offen hatten für Gäste, hat diese Ankündigung an verschlossenen Restauranttüren wohl schon mal genervt. Kein Vergleich hingegen sind solche kleine Genervtheitserfahrungen im Vergleich zu den Stürmen der Entrüstung, mit denen auf die politisch beabsichtigten zusätzlichen „Osterruhetage“ reagiert wurde. Ergebnis: Weiterlesen…

Schnelltest

Nach den erzwungenen Verlangsamungen unseres Lebens und Arbeitens, soll neuerdings vieles schnell – und ja bitte: schneller! – gehen: Das Impfen, möglichst die Rückkehr zur sogenannten „Normalität“, das „Hochfahren“ von allem Möglichen, besonders der Wirtschaft. Und nun befeuert der „Schnelltest“ diese ganzen schnellen Hoffnungen. Aber halt. Wart mal schnell! „Der Weiterlesen…

Harren

Das machen gerade viele. Sie harren. Der Dinge, die da (nicht) kommen (mögen). Derart (aus-) harrend pflegen sie eine qualitätsvolle Variante des Wartens. Beim Harren bestimmt eine innere Erwartung den Zustand. Und dieser zieht sich über eine gewisse Zeit hin. Keine schnelle und beteiligungslose, schnöde, sinnfreie Warterei, nein, ein Warten Weiterlesen…

Schöne Bescherung?! Dann einen guten Rutsch!

Wir kennen die üblich verdächtigen Umkippeffekte der schönen festtäglichen Bescherung, wenn vom Weihnachtskitsch nur dürftig überdeckte Familiendynamiken ins Aggressive kippen und am berüchtigten zweiten Feiertag der Familiensegen plötzlich Schlagseite bekommt. Da werden Weihnachtspapier-„Knüller“ für die ebenfalls anwesenden Weihnachtspapier-„Glätter“ (die angeblich auch ökologisch verantwortliche „-Wiederverwender“ sind)[1] zur unerträglichen Zumutung und geben Weiterlesen…

Herbstzeit

Nachdem der Herbst nicht nur astronomisch mit der Tag-und-Nach-Gleiche am 22.09. sondern nun auch temperaturmäßig Einzug gehalten hat, erwarten viele Zeitgenoss*innen mit ambivalenter Anspannung, was diese Zeit so bringen wird. Mehr Aufenthalte in Innenräumen mit entsprechend riskanten Folgen bezüglich der Ansteckungsgefahr, das wird prognostiziert – und das liegt auch jenseits Weiterlesen…

Digital Leadership

Vor einigen Jahren war „Digitalisierung“ das, was mit alten vergilbten Fotos gemacht wurde, dann betraf es absonderlicher Weise (analoge!) Bücher, deren Vertrieb im digitalen Raum stattfand, gefolgt von ganzen Online-Handelsbetrieben und Wirtschaftszweigen, die sich digital „aufstellten“. Jetzt rückt die „digitale Gesellschaft“ in den Blick, in deren Kopie im Netz ungezügelt Weiterlesen…

Störung

„Störungen haben Vorrang.“ Diesen klassischen Satz des pädagogischen Modells der Themenzentrierten Interaktion nach Ruth Cohn habe ich in den vergangenen Wochen und Monaten oft gesagt, genutzt und hin und her gewendet. Ja, denn wie sehr Störungen Vorrang haben, das ließ uns die Corona-Krise deutlich spüren. Wenn wir den Störungen diesen Weiterlesen…

Online

Wie wäre diese Krise vor 10 Jahren verlaufen – oder vor 20? Ich finde das eine interessante Frage, selbst wenn ich Antwortperspektiven nur auf die digitalen Möglichkeiten beziehe, die es damals nur eingeschränkt gab. Was seit Mitte März in der auferlegten Verlangsamung und in der daraus entstehenden Geschwindigkeit online geschah, Weiterlesen…

Reparatur

In den vergangenen Wochen ist einiges repariert worden in den ausgangsbeschränkten, zwangsweisen Familien-Coworking-Spaces, wo das ein oder andere unter einem Dach zu Bruch ging. Mangels Konsummöglichkeiten wurde mal wieder selbst Hand angelegt: gemeinsam das Sohnemann-Fahrrad gerichtet (Fahrradladen zu), defekten Staubsauger (zum Leidwesen der reinigungsbeauftragten jüngeren Haushaltsangehörigen) instandgesetzt, Nähmaschinen (dringend fürs Weiterlesen…

Bedürfnisse

Wir waren es gewohnt, dass die Bedürfnisse, die wir spürten, hatten oder auch diejenigen, die uns inszenierte Trends oder künstliche Intelligenzen unterjubelten, zeitnah erfüllt oder gar übererfüllt wurden. Der galoppierende Konsumkapitalismus, der nur Wachstum als Konzept und Parole kennt, war zum Muster unseres Inneren geworden: Das kapitalistische Motto „Bedürfnisproduktion vor Weiterlesen…

Geduld

„Das ist ja eine Geduldsprobe.“ „Das stellt meine Geduld auf eine harte Probe.“ „Nur Geduld!“ „Du musst nur geduldig sein.“ Diese oft gehörten Sätze und Appelle bekommen angesichts der Corona-(Un-)Geduldserfahrungen eine neue Bedeutung. Jedenfalls was die Tragweite und die zeitliche Reichweite dessen angeht, was wir „Geduld“ nennen. Kaum jemals mussten Weiterlesen…

Krisen

Was „Krise“ tatsächlich bedeutet, das können wir in der Corona-Krise erleben. Da wurden die bisher kursierenden Krisenszenarien Lügen gestraft. Denn diese Krise ist nicht die Krise eines Systems oder eines Teilsystems, sondern sie überschreitet nahezu jede Systemgrenze: Gesundheitssysteme, Staaten- und Gesellschaftssysteme, Wirtschaftssysteme, profit- und non-profit-Organisationen, soziale Systeme wie Familien und Weiterlesen…

Zeit für Klima – Vol. 1

Während wir zur Sommerzeit so vor uns hin schwitzen, schleichen sich gelegentlich Gedanken in unser erhitztes Hirn, die Zusammenhänge mit der Erderwärmung und dem Klimawandel herstellen. Um dann gleich wieder verworfen zu werden – mit Hilfe von Alltagstheorien, unter anderem derjenigen, dass es Hitzewellen schon immer gegeben habe in der Weiterlesen…

Sicher ist sicher

Woher bekommen wir in postmodernen, postmaterialistischen oder schlimmer noch: in postfaktischen Zeiten unsere Sicherheit? Die Sicherheit, die wir brauchen, um für uns und andere stimmig leben, arbeiten und sein zu können. Die Sicherheit, die uns keine der verlustig gegangenen „großen Erzählungen“ (Lyotard), keine staatlichen, gesellschaftlichen und religiösen Institutionen mehr bieten Weiterlesen…

Lernen. Eine Zumutung.

ORTHEYs beschäftigen sich mit Lernen. In unseren eigenen Lernbiografien war das so – bis hin zu den pädagogischen Studiengängen. Es hat uns nicht losgelassen. In unseren Arbeits-Formaten beschäftigen wir uns damit, Lernen bei Personen, in Gruppen, Teams und in Organisationen anzuregen, zu unterstützen und zu begleiten. Neben theoriegeleiteten, konzeptionellen und Weiterlesen…

Kommt bald: Zeitumstellung

Raus aus dem Hamsterrad! Gehen Sie selbstbestimmt mit Ihrer Zeit um? Oder fühlen Sie sich auch häufig gehetzt und überfordert? Dieses Buch bietet Wissenswertes, Anregendes und Nützliches, um die eigenen zeitlichen Bedürfnisse mit den unterschiedlichen zeitlichen Anforderungen in Einklang zu bringen. Mit vielen Impulsen, Hinweisen und Übungen – für mehr Weiterlesen…

Tage der Arbeit

Wie schnell man aus dem Paradies zur Arbeit kommt, das zeigt eine tragisch endende Liebesgeschichte: „Adam und Eva wurden nach dem Sündenfall aus dem Paradies vertrieben und mussten fortan mühselige Arbeit verrichten.“ So Andrea Maurer in ihrem Buch „moderne Arbeitsutopien“. Seither hat sich die Arbeit verändert. Wenn heute von Veränderungen Weiterlesen…

Unsere enteignete Zukunft

Die Zukunft wird uns enteignet. Seit vielen Jahrtausenden war die Zukunft etwas, das vor uns lag, etwas, das wir uns erhofften, ersehnten, etwas, das wir uns so zusammenbastelten, wie es für uns reizvoll und brauchbar erschien. In dem Wissen, dass es doch ganz anders kommen könnte. Wir träumten von einer Weiterlesen…