Wenn etwas eine Dauer bekommt, dann hat es für uns eine Bedeutung. „Dauer“ wird zwischen Anfang und Ende konstruiert. Sobald wir diese Unterscheidung anlegen, entsteht Dauer als Beobachtung und Bezeichnung einer zeitlichen Ausdehnung. Diese kann sich auf ganz unterschiedliche Zeitspannen beziehen. „Für die Dauer der Theatervorstellung blieb sein Smartphone ausgeschaltet.“ „Für die Dauer des Kusses hielten sie die Augen geschlossen.“ Hier dauert es mehrere Akte, dort bloß einen Moment oder einen Augenblick. Wenn etwas eine Dauer (zugeschrieben) bekommt, dann bekommt es einen (zeitlichen) Bestand, ein zeitliches Fortbestehen. Insofern ist Dauer etwas, das der Zeit einen bestimmten, jeweils anderen, unterschiedlichen, Sinn gibt. Mittels des Konstruktes „Dauer“ geben wir der Zeit eine Qualität. Gerne wollen wir auch „etwas auf Dauer stellen“. Das heißt, wir wollen ihm eine Dauerhaftigkeit geben. Und das bedeutet: eine Zukunft. Durch Dauer soll die Zukunft gezwungen werden, der Gegenwart in bestimmter Weise nachzufolgen. Was auf Dauer gestellt wird, das soll ab heute beginnend immer so gemacht werden. Dauernd. Deshalb gibt es ja den Dauerauftrag. Damit etwas verlässlich dauerhaft erfolgen kann. Wenn die Dauer vorbei ist, dann droht die Vergänglichkeit. Und der Verlust von Qualität und Sinn der Zeit. Da unsere Aufenthaltsdauer auf Erden begrenzt ist, läuft das Leben irgendwie darauf hinaus.

„Die Ewigkeit dauert lange, besonders gegen Ende.“

Woody Allen

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Kategorien: Zeitforschung

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