10. August 2016

TRAIN THE TRAINER

Train-the-trainer-klein

Steuerung und methodisch-didaktische Gestaltung von Lernprozessen

Die Dynamik und Geschwindigkeit der Veränderungen der Lehr-/Lerninhalte, zunehmend herausfordernde organisationale Rahmenbedingungen, anspruchsvollere Lerngruppen (mit sehr unterschiedlichen Selbstverwirklichungs- und Individualisierungsansprüchen der TeilnehmerInnen) erfordern die Entwicklung von

  • organisationstheoretischen Kenntnissen,
  • gruppenprozessbezogenen Leitungsfähigkeiten,
  • sozialen Steuerungs- und Interventionskompetenzen,
  • Profil- und Rollenklarheit,
  • methodischer Gestaltungsphantasie.

In dieser Basisqualifizierung wird eine systematische Ausbildung für die Leitungs- und Steuerungstätigkeit in der Bildungsarbeit in systemischer Ausrichtung angeboten.

Mögliche thematische Elemente eines solchen Programms sind:

Anfang

Hier geht es um Erkenntnisse der Psycho- und Soziodynamik von Anfangssituationen und deren Umsetzung im Hinblick auf einen produktiven Lehr-/Lernprozess. Es werden Methoden und Designs zur pädagogisch sinnvollen Gestaltung von Anfangssituationen entwickelt, die die Entwicklung von Arbeitsfähigkeit in der Lerngruppe fördern.

Methoden und Steuerung

In diesem Teil geht es in einem erfahrungs-, teilnehmer- und situationsorientierten methodischen Setting um Konzeption und Anwendungen methodischer Gestaltungsmöglichkeiten – in unterschiedlichen Phasen der Gruppenenwicklung. Dabei steht der Transfer der Seminarinhalte und -arbeitsergebnisse in die Praxis im Vordergrund. Dazu werden unterschiedliche Methoden zur Gestaltung lebendiger und vielfältiger Lernprozesse ausprobiert, selbst erfahren, und anschließend reflektiert.

Wenn Lernen in Gruppen stattfindet, sind die gruppendynamischen Entwicklungen und Besonderheiten von hoher Bedeutung für methodische Gestaltungsoptionen und Leitungsinterventionen. Grundlegend für unsere Haltung ist die Annahme der Themenzentrierten Interaktion (nach Ruth Cohn), dass LeiterInnen in ihrer Leitungsrolle auch Teil der Gruppe sind.

Zentral ist die Frage der Steuerung des Lehr-/Lernprozesses durch methodische Entscheidungen und Interventionen. Diese hängen immer auch mit dem Selbstverständnis und der Rolle der Trainer und Leiterinnen zusammen. Diesem Aspekt ist ein zentraler Teil dieses Moduls gewidmet.

Schluss

Damit Lehr-/Lernprozesse in einem transferorientierten Sinne erfolgreich abgeschlossen werden können, bedarf es gezielter Interventionen am Schluss der Veranstaltungen. Folgende Fragestellungen markieren die Inhalte dieses Seminarteils:

  • Wie werden Bildungsprozesse zu einem guten Abschluss gebracht?
  • Was ist zu tun?
  • Wie ist eine konsequente Transferorientierung und –sicherung zu realisieren?
  • Wie ist Trennungsarbeit zu leisten?
  • Wie werden die notwendigen individuellen Ablösungsprozesse ermöglicht?

Konzeptentwicklung

Stimmige Konzepte brauchen eine, den unterschiedlichen Einzelpersonen, der Gruppensituation und den Lerninhalten angemessene reflektierte Planung mit Flexibilitäten. In unserem Setting werden Konzepte in einer Konzeptwerkstatt entwickelt, mit Begleitung umgesetzt und evaluiert.

Organisations- und Veränderungsprozesse

Lernprozesse sind heute oft in Veränderungs- oder Organisationsentwicklungsprozesse eingebunden. Wir vermitteln deren Grundlagen und Dynamiken. Die entstehenden Konzepte werden dem jeweilig spezifischen Organisations- und Veränderungskontext angepasst.

 

Wir bieten sowohl Einzelmaßnahmen (mindestens 1 Woche, nachfolgende Projektarbeit, Follow-Up-Reflexionstag) wie auch längere Ausbildungskonzepte mit mehreren Modulen an.

Für junge Kolleginnen und Kollegen bieten wir auch individuelle Nachwuchwerkstätten an.

Referenzen für dieses Arbeitsfeld teilen wir gerne auf Anfrage mit.