10. August 2016

EINE GESCHICHTE ÜBER UNS

Eine Geschichte über das Ende als Anfang

Kennen gelernt haben wir uns genaugenommen beim Schlussmachen. Beide wissenschaftliche MitarbeiterInnen bei Prof. Karlheinz A. Geißler (Berufspädagogik) an der Universität der Bundeswehr in München, war Astrid beauftragt, den neuen Kollegen Frank in die damals noch großen Geheimnisse des PCs einzuweisen und einzuarbeiten. Dies geschah bei der Redaktion des Buchs „Schlusssituationen. Die Suche nach dem guten Ende“ von Karlheinz Geißler. Beide selbst in privaten Schlusssituationen verfangen, kamen wir uns derart am Ende näher – und ein neuer Anfang zeichnete sich ab. Das war 1991.
Nach diesem guten Ende verbrachten wir zunehmend mehr Zeit miteinander. Zuerst noch beim Arbeiten …

Neben wissenschaftlicher Arbeit und der Arbeit mit Studierenden war das auch zunehmend praktische Arbeit mit Gruppen in Seminaren. Deren Wurzeln liegen in den didaktischen Themen: Gestaltung von Anfangs- und Schlusssituationen in Lehr-/Lernprozessen und der Steuerung dessen, was dazwischen liegt. Das waren unsere Einstiegsthemen – zunächst in gewerkschaftlichen Qualifizierungskontexten. Bald folgte die Leitungsarbeit mit Gruppen im Profitbereich, zunächst mit Kommunikations- und Konfliktthemen, dann mit der Zielgruppe der Führungskräfte. Konzeptberatung für Lehr-/Lernkonzepte entwickelte sich ausgehend von unserem universitären Arbeitsschwerpunkt zum ersten Fokus der Beratungsarbeit.

Der Aufbau eigener Beratungs- und Gruppenleitungskompetenz erfolgte (und erfolgt) parallel zur praktischen Arbeit mit Gruppen und der Arbeit an der Universität, wo wir uns bis 1998 treu eine Stelle teilten. Zwischen einem Führungskräftetraining und der Exkursion mit Studenten zu einem berufspädagogisch-historischen Kongress heirateten wir im September 1995 …

Zwischenzeitlich arbeiteten wir auch immer häufiger mit anderen Kolleginnen und Kollegen in Gruppenleitung und Beratung zusammen (und zeitweise auch: kaum noch gemeinsam). Arbeitsschwerpunkte entwickelten sich weiter und es entstanden eigenständige Produkte, so z.B. die Ausbildung unternehmensinterner Coaches in einem Großkonzern durch Astrid. Ursprünglich war die Leitungsarbeit klar gruppendynamisch orientiert. Mittlerweile hat sie eine eigenständige Form gewonnen, die diese Arbeitsweise mit Selbstorganisationselementen koppelt, die systemisch reflektiert sind und die mit dazu anschlussfähigen Ansätzen, wie z.B. aus der Transaktionsanalyse oder dem Psychodrama ergänzt wird.

Neben langjährigen gewachsenen Kooperationsbeziehungen mit Großunternehmen und Non-Profit-Organisationen ist uns die längerfristige Arbeit mit Gruppen und Einzelpersonen ein wichtiges Anliegen geworden, z. B. in der Begleitung von Teams und Einzelpersonen im Coaching oder in einer 2-jährigen Führungskräfteausbildung für Gewerkschaftsfunktionäre in Österreich, der „Zukunftsakademie“.

In unserer Arbeit versuchen wir immer wieder neue Themen in Theorie und Praxis zu eröffnen. Das waren in der Vergangenheit u.a. die „ TOI“ (Themenorientierte Improvisation)„Bildungsmanagement“ und  „Lernsupport“ (Forschungs- und Veröffentlichungsprojekt),  „Cross Mentoring Coaching“, „systemisches Führen“  und – auch mit Blick auf das eigene Älterwerden –„Creactive Aging“.

Unsere eigene Weiterqualifizierung war und ist uns ein besonderes Anliegen. Das umfasst akademische Qualifikationen, z.B. Franks  Habilitation (Lehrbefähigung für „Erziehungswissenschaften mit Schwerpunkt berufliche Bildung“) an der Universität Bielefeld und größere praxisorientierte Ausbildungen, z.B. Astrids Supervisionsausbildung (DGSv) sowie aktuell ihre abgeschlossene Mediationsausbildung (trigon). Das Kompetenzbüdel wird angereichert durch Zusatzausbildungen und Weiterbildungen u.a. zu den Themen Beratung, Transaktionsanalyse, Psychodrama, Beratung und Mediation.

Im Jahre 2001 haben wir die Erweiterung professioneller Optionen mit Gründung und Mitgestaltung des BeraterInnen- und TrainerInnennetzwerkes SoVal („Sofie & Valentin“) gestartet (www.soval.de). Hier sind wir mit KollegInnen aus Österreich, der Schweiz, Italien und Deutschland aus unterschiedlichen professionellen Arbeitskontexten vernetzt. Dies trägt seither immer wieder neue Früchte. Einen wichtiger Knoten der Vernetzung zum Thema Zeit, für das sich insbesondere Frank Orthey viel Zeit nimmt, ist  timesandmore, das Institut für Zeitberatung.

Und wenn wir dann mal nicht arbeiten, dann können Sie uns beide beim gemeinsamen Genießen antreffen, Astrid beim Tauchen oder leidenschaftlich beim Kochen, Frank beim Hand-Werkeln an seinen alten Fahrzeugen, beide gemeinsam beim Laufen oder auch als Aktive in der Historischen Formel Vau Europa e.V., die Frank auch als Vorsitzender leitet.